Auf Baustellen wird Baumaterial knapp

Veröffentlicht am 1. Juni 2021

„Der Mangel gefährdet damit Neubauprojekte und Sanierungsarbeiten gleichermaßen“, so der BFW-Präsident. (Foto: Bauland Report)

Die mittelständischen Bauträger und Projektentwickler schlagen Alarm: Zahlreichen Bauprojekten drohen Verzögerungen und Stillstand wegen Materialmangels. Das zeigt eine Umfrage des BFW unter seinen rund 1.600 Mitgliedsunternehmen. Fast 90 Prozent der Antworten belegen signifikante Engpässe bei Holz, Dämmmaterial und Stahl. BFW-Präsident Andreas Ibel sieht darin eine weitere Gefahr für das bezahlbare Wohnen.

„Mit Sorge beobachten wir, dass Holz kaum noch verfügbar ist. Bei Holz sowie bei Stahl und Dämmstoffen kennt die Preisentwicklung nur eine Richtung – nach oben. Dieser Trend muss dringend gestoppt werden, bevor es auf den Baustellen zum kompletten Stillstand kommt“, erklärte Ibel in Berlin. In einer BFW-Umfrage hatte eine Mehr-heit der Befragten angegeben, dass auch Plastikrohre und Kunststoffe aktuell knapp sind. „Der Mangel gefährdet damit Neubauprojekte und Sanierungsarbeiten gleichermaßen“, so der BFW-Präsident.

„Unsere Unternehmen machen sich große Sorgen. Fest geplante Übergabetermine sind in Gefahr, Finanzierungspläne kommen ins Schwanken. Schon jetzt liegt der Verzug auf vielen Baustellen bei zwei bis vier Wochen“, ergänzte Ibel. Fachleute führen die Engpässe bei Holz, Stahl sowie Dämm- und Kunststoffen auf die stark gestiegene Nachfrage in China und USA zurück. Gleichzeitig ging die Produktion von Bauholz in Deutschland u.a. wegen der Dürresommer zurück.

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