Erneuerbare Energien – Anteil so hoch wie nie

Veröffentlicht am 1. Dezember 2019

Der enercity-Vorstand (v.l.n.r.): Arbeitsdirektor Kai-Uwe Weitz, Vorstandsvorsitzende Dr. Susanna Zapreva sowie Professor Dr. Marc Hansmann. (Foto: enercity / www.martinbargiel.com)

Der Energiedienstleister enercity plant in den kommenden 5 Jahren rund 1,3 Mrd. Euro in die Weiterentwicklung und Zukunftssicherung des Unternehmens zu investieren, davon allein 100 Millionen Euro in die dringend erforderliche Modernisierung der Wassersparte. Insofern kommt enercity nicht umhin, die Wasserpreise moderat zu erhöhen. Zum 1. Januar 2020 wird der Versorger eine Anpassung von 0,21 Euro netto/m³ Trinkwasser vornehmen.

Absatzzahlen bei Gas und Strom steigen

Die Absatzzahlen von Strom und Gas sind im 3. Quartal 2019 dank überproportionaler Nachfrage signifikant gestiegen: Der Stromabsatz legte um mehr als 60 Prozent zu, der Gasabsatz um 22 Prozent. Im Bereich Fernwärme sank der Absatz witterungsbedingt um 18 Prozent. Mit einem Volumen von 33 Millionen Kubikmetern setzte enercity nahezu gleich viel Trinkwasser ab wie im Vorjahresquartal (34 Millionen).

„Um unser Engagement als Ökostromanbieter noch stärker in der Öffentlichkeit zu verankern, haben wir eine Informationskampagne mit dem Claim „Überraschend grün“ gestartet“, sagt Susanna Zapreva, Vorstandsvorsitzende der enercity AG. Laut Umfragen sei noch zu wenig bekannt, dass enercity bereits heute alle Privatkunden mit 100 Prozent Ökostrom versorge. Dieser stammt zunehmend auch aus eigener Erzeugung. Hatte enercity 1990 nur ein einziges Windrad im Portfolio (Hannover-Kronsberg), sind es heute bundesweit mehr als 170 Windkraftanlagen in 21 enercity-Windparks.

Erneuerbaren Energien auf Rekordhoch

Kampagnen sind gut, Taten noch besser: „Wir bauen für unsere Kunden die Strom- und Wärmeerzeugung aus Erneuerbaren Energien konsequent weiter aus. Erneuerbare Energieträger, vor allem Biomasse und Wind, haben in den ersten 3 Quartalen so viel zur Strom- und Wärmeerzeugung beigetragen wie nie zuvor“, sagte Zapreva. Insgesamt kletterte der Anteil an Erneuerbaren von 545 auf 936 Gigawattstunden (GWh), ein Plus von mehr als 70 Prozent. Die Stromerzeugung stieg insgesamt um 13,5 Prozent auf 2.324 GWh, über 40 Prozent davon basierten auf erneuerbaren Energieträgern. Die Wärmeerzeugung sank witterungsbedingt um knapp 3 Prozent auf 1.793 GWh. Zum weiteren Ausbau von grünem Strom und grüner Wärme tragen künftig auch neue Windparks etwa in der Lausitz, CO2-neutrale Fernwärmeprojekte in Hamburg und Klärschlamm-Verbrennungsanlagen in Bitterfeld und Hannover bei.

Modernisierung der Infrastruktur

Trotz insgesamt erfreulicher Entwicklung, sieht enercity sich veranlasst, den Trinkwasserpreis im Wassernetz Hannover zum Jahreswechsel um 0,21 Euro netto (0,23 Euro brutto) / m³ anzupassen. Die notwendigen Investitionen in die Infrastruktur zur Wassergewinnung, -aufbereitung und -verteilung machen diesen Schritt erforderlich. Für einen 2-Personen-Haushalt bedeutet die neue Preisstruktur eine Anpassung von rund 1,50 Euro brutto pro Monat (angenommener Verbrauch: 80 m³/Jahr pro Wohnung), für ein 4-Personen- Einfamilienhaus monatlich 2,81 Euro brutto (Verbrauch: 150 m³/Jahr). Kernziel von enercity ist es, seine Kunden in Hannover und im Umland weiterhin unabhängig von anderen Anbietern zuverlässig und zugleich auch wirtschaftlich mit dem Lebensmittel Trinkwasser aus eigenen Gewinnungsgebieten zu versorgen.

Ausbau der digitalen Infrastruktur

Über die klassische Energie- und Wasserversorgung hinaus, setzt enercity weiter auf den Wandel vom Versorger zum Dienstleister. Neue Geschäftsfelder, wie Elektromobilität, dezentrale Kundenlösungen zur Nutzung Erneuerbarer Energie und Smart City- Angebote, stehen besonders im Fokus.

Digitalisierung und Ressourcenschonung

Als wesentliche Veränderungshebel hat enercity nach wie vor individuelle Kundenanforderungen, technologische Weiterentwicklungen und steigende Klimaschutzerfordernisse im Blick. In den kommenden 5 Jahren plant das Unternehmen durchschnittlich mehr als 255 Millionen Euro jährlich in definierte Strategiefelder zu investieren. Neben der Wasserversorgung, sind das die Bereiche dezentrale Produktion (Photovoltaik), Netze, Windprojekte, Klärschlammverwertung und Digitalisierung.

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