EXPO REAL setzt und bestätigt neue Trends

Veröffentlicht am 1. November 2019

Die EXPO REAL war 2019 größer und internationaler denn je. (Foto: EXPO REAL)

Auch wenn die Diskussion um einen möglichen Abschwung im Raum steht, erwartet die internationale Immobilienwirtschaft für 2019 ein weiteres Erfolgsjahr - und nutzt die EXPO REAL mit größerer Beteiligung denn je, um künftige Immobilienprojekte nachhaltig voranzutreiben. Wachstumsmotoren der diesjährigen Messe in München waren vor allem Technologie-Unternehmen sowie das zentrale Thema „bezahlbares Wohnen“.

„2.190 Aussteller aus 45 Ländern, mehr als 46.000 Teilnehmer aus 76 Ländern, eine weitere Halle eröffnet: Die EXPO REAL war 2019 größer und internationaler denn je“, berichtet Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung, Messe München. „Die starke Beteiligung spiegelt eine positive Erwartung der Immobilienwirtschaft für dieses Jahr wider.“ Zugleich beschäftigt sich die Branche intensiv mit Innovationen, um Prozesse zu vereinfachen und neue Marktlösungen zu präsentieren. Mit der neu eröffneten Halle NOVA3 hat die EXPO REAL eine zentrale Plattform hierfür geschaffen. „Wir sind beeindruckt, wie gut dieses neue Angebot angenommen wurde.“

Digitalisierung nimmt an Fahrt auf

„Digitalisierungsstrategien sind keine Zukunftsmusik mehr, sie bilden sich mittlerweile deutlich in den Budgets der Unternehmen ab“, berichtet auch Christian Schulz- Wulkow, Leiter Real Estate, Hospitality & Construction Sector in Germany, Switzerland and Austria bei EY. Sein Unternehmen stellte eine entsprechende Studie auf der Messe vor. Er meint aber auch: „Wir brauchen noch mehr Mut zur Digitalisierung. Das Gebot der Stunde lautet Standardisierung der Daten, Kollaboration und Datenaustausch, damit die intelligente Auswertung von Daten gewinnbringend angewandt werden kann.“

Wer sich auf die Reise der digitalen Transformation begeben wollte, „der war in der Halle NOVA3 genau richtig: Mehr als 60 Startups und viele weitere junge Technologie- Unternehmen mit Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette präsentierten sich hier“, berichtet Claudia Boymanns, Projektleiterin der EXPO REAL. „Wir gehen davon aus, dass diese Innovations- Plattform auch in den kommenden Jahren ein großer Anziehungspunkt der EXPO REAL sein wird.“

Wirtschaftliche Perspektiven und bezahlbares Wohnen

Auf der Messe wurde die weitere Entwicklung des Immobilienmarktes in vielfältigen Foren intensiv diskutiert. Keine Angst vor einem möglichen Abschwung hat Prof. Dr. Gabriel Felbermayr, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft: „Wir sind in einer Rezession, aber es ist keine, vor der wir uns sehr fürchten müssen.“ Die Immobilienwirtschaft sei eine der wenigen Branchen, die von Unsicherheiten eher profitiere: „Die Menschen kaufen in solch einer Phase verstärkt Immobilien, da ist die Unsicherheit aus dem Weißen Haus oder aus London eher hilfreich; natürlich darf man das nicht übertreiben.“

Auch der Brexit verunsichere die Immobilienwirtschaft nicht massiv, „substanziell werden die Folgen vor allem für Großbritannien sein“, so Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank. London bleibe auch künftig ein internationaler Hub, doch müsse es sich seinen bisherigen (guten) Ruf als internationale Finanzmetropole nach dem Brexit zumindest teilweise neu verdienen.

Sehr präsent auf der Messe war auch das Thema „bezahlbares Wohnen“: In zahlreichen Foren wurden das Miteinander von Politik und Wirtschaft sowie unterschiedliche Maßnahmen – vom Mietpreisdeckel bis zur Verdichtung der Städte – bisweilen sehr leidenschaftlich diskutiert. „Die Immobilienwirtschaft erwartet von der Politik keine weiteren Änderungen im Mietrecht. Die Investoren brauchen Planungssicherheit und nicht alle 4 Wochen weitere Verschärfungen“, erklärt dazu Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbands IVD.

Die EXPO REAL 2019 in Zahlen

46.747 Teilnehmer aus 76 Ländern kamen zur EXPO REAL nach München, ein Plus von 3,8 Prozent. Die Gesamtteilnehmerzahl unterteilte sich in 22.065 Fachbesucher und 24.682 Unternehmensrepräsentanten . Die „Top-Ten“-Besucherländer (nach Deutschland) waren Großbritannien, Nordirland, Niederlande, Österreich, Polen, Schweiz, Frankreich, Tschechische Republik, Luxemburg, die USA und Spanien.

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