Haus aus den 60ern mit Wärmepumpe

Veröffentlicht am 1. Dezember 2020

Das kernsanierte Reihenmittelhaus von Wim und Tanja Kaiser mit eigenem Garten in Düsseldorf. (Foto: Vaillant / FUENF6 GmbH)

Bezahlbares Bauland ist vor allem in Ballungsräumen äußerst knapp. Den Traum vom eigenen Heim erfüllen sich deswegen gerade junge Familien oft, indem sie einen Altbau kaufen und sanieren. Dass sie aber selbst dann nicht auf den Einsatz umweltfreundlicher erneuerbarer Energien verzichten müssen, haben Wim und Tanja Kaiser in Düsseldorf bewiesen: Sie statteten ihr Reihenmittelhaus aus den 60ern mit einer Wärmepumpen-/ Gasbrennwert-Kombi aus.

Einen Altbau zu kaufen, kann eine Menge Vorteile haben: Statt beim Neubau auf dem „freien Feld“, gibt es bereits eine gewachsene Nachbarschaft und mit bereits vorhandenen Kindergärten und Schulen besteht häufig schon die notwendige Infrastruktur. Argumente, die auch für Wim und Tanja Kaiser mit ihren Kindern Lisa und Max eine wichtige Rolle spielten, als sie am Stadtrand von Düsseldorf auf ein Reihenmittelhaus aus den 60er Jahren stießen. „120 Quadratmeter Wohnfläche auf drei Ebenen, dazu ein kleiner Garten und die Lage am Rande eines Naherholungsgebietes, das war einfach perfekt“, erinnert sich Tanja Kaiser.

Frei denken beim Sanieren

Hausherr Wim beschreibt die Vorstellungen, die Kaisers bei der Sanierung hatten: „Wichtig war uns von Anfang an u. a. eine großzügige Raumaufteilung. Und wir wollten auf jeden Fall den Energieverbrauch deutlich senken.“ Bestätigt wurden sie durch den Energieberater Wolfgang Ackermann: Er rechnete vor, dass der Altbau energetisch unsaniert etwa 225 kWh Energie pro Quadratmeter im Jahr (kWh/m²a) benötigen würde. Zeitgemäß sind im Neubau aber mittlerweile weniger als 60 kWh/m²a. „Als Erstes musste folglich die Gebäudehülle gedämmt werden. Weil es sich jedoch um ein Reihenmittelhaus handelt, war bei 9 cm Fassadendämmung mit Resol-Hartschaumplatten Schluss.“ So bekam das Dach zusätzlich eine Zwischensparrendämmung – und schon lag der Heizwärmebedarf bei nur noch 64,5 kWh/m²a.

Dank der kostenlosen App können Wim (li.) und Tanja Kaiser, hier mit SHKFachmann Freissler, ihre neue Heizung komplett per Smartphone oder Tablet vom Sofa aus steuern. (Foto: Vaillant / FUENF6 GmbH)

In dem kleinen Keller des Reihenhauses zählt jeder Zentimeter. Weil die wandhängende Hydraulikstation (li.) und das Gas-Brennwertgerät sowie der bodenstehende Warmwasserspeicher aber so kompakt sind, ist sogar noch Platz für Waschmaschine und Trockner übrig geblieben. (Foto: Vaillant / FUENF6 GmbH)

Neuer Ansatz für Wärme

Nur noch etwa 25 Prozent des ursprünglichen Wärmebedarfs – das gefiel den Bauherren natürlich. Und zwar umso mehr, weil „jetzt auf einmal auch eine regenerative Heizlösung in greifbare Nähe rückte“, so Heizungsbaumeister Christoph Freissler, der anschließend zur Beratung kam: „Bei höheren Heizlasten brauchen wir fast immer auch hohe Heiztemperaturen, die sogenannten Vorlauftemperaturen. Das überfordert aber die meisten Wärmepumpen.“ Bei der durch die Dämmung erreichten, verringerten Heizlast sah die Situation aber anders aus.

Vor allem, weil Kaisers gleichzeitig die alten Radiatoren durch eine moderne Flächenheizung ersetzt haben. Die spart, dank niedrigerer Vorlauftemperaturen, nochmals deutlich Energie, sodass die gesamte Raumwärme jetzt über eine serienmäßige Luft/Wasser-Wärmepumpe abgedeckt werden kann. Für den erfahrenen Fachhandwerker war in Sachen „Nutzung erneuerbarer Energien“ eine Wärmepumpe im Allgemeinen und die aroTHERM Split von Vaillant im Besonderen erste Wahl. Problem war aber, der vergleichsweise üppige Warmwasserbedarf der vierköpfigen Familie.

Einfache Installation und Regelung

Der ist gerade bei zwei kleinen Kindern erfahrungsgemäß deutlich höher als im Durchschnitt. Eine Wärmepumpe stößt dann normalerweise schnell an ihre Leistungsgrenzen und es müsste gegebenenfalls elektrisch nachgeheizt werden. Weil das aber nicht unbedingt ökologisch und zudem vergleichsweise teuer wäre, hat Freissler zusätzlich eine wandhängende Gas-Brennwertanlage ecoTEC exclusive und einen 200-Liter-Warmwasserspeicher im Keller installiert. Weil die Geräte von einem Hersteller stammen, ist die gesamte Bedienung sehr einfach. Es gibt einen intelligenten Systemregler für die zentrale Steuerung der gesamten Anlage und eine kostenfreie App, die genauso funktioniert. Dadurch kann die Wunschtemperatur entweder über den im Wohnbereich stehenden Funkregler sensoCOMFORT oder sogar von unterwegs aus über das Smartphone gesteuert werden.

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