Innovative Wärmelösungen

Veröffentlicht am 1. März 2020

Die innovative Wärmeversorgung eines Wohnquartiers hilft der Wohnungswirtschaft spürbar, Kosten zu sparen und den Verwaltungsaufwand zu reduzieren. (Foto: iStock)

Rund 75 Prozent der Deutschen leben heute in Städten. Laut Zahlen der Weltbank konsumieren Städte aktuell 75 Prozent der gesamten Ressourcen weltweit und verursa-chen ca. 80 Prozent der globalen CO2-Emissionen. Um den Klimawandel effektiv zu bekämpfen, müssen diese Zahlen deutlich reduziert werden. Eine innovative Wärmeversorgung in Quartieren kann hier helfen - die Wohnungswirtschaft kann Kosten sparen und den Verwaltungsaufwand reduzieren.

Die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung gilt als „schlafender Riese“, wenn es um die Möglichkeiten der Wohnungswirtschaft geht, den CO2-Vebrauch zu reduzieren. Eine Lösung, um die Emissionen zu senken, bieten lokale Wärmenetze. Diese sog. Nahwärmenetze zeichnen sich besonders durch günstige Infrastrukturkosten und hohe Flexibilität aus. Ein klassisches Nahwärmenetz besteht aus einer zentralen Heizungsanlage, einem Verteilnetz und Hausübergabestationen im Quartier. Die Wärme wird in der Regel über erdverlegte Rohrleitungen mit starker Dämmung transportiert, um Wärmeverluste zu vermeiden.

Die Wärme für das Nahwärmenetz kann auf unterschiedlichste Art und Weise erzeugt und nutzbar gemacht werden. Eine weitverbreitete Technologie ist das Blockheizkraftwerk: Neben Wärme wird damit auch Strom erzeugt, der entweder direkt genutzt oder in das öffentliche Stromnetz eigespeist werden kann. Durch diese Doppelnutzung ist das Blockheizkraftwerk besonders effizient und betriebswirtschaftlich sinnvoll.

Eine weitere Möglichkeit zur Wärmeerzeugung bieten Wärmepumpen: Sie heizen mit Energie aus Erde, Luft oder Wasser. Hier ist zu beachten, dass der Temperaturunterschied zwischen der Wärmequelle und dem Heizsystem möglichst gering gehalten werden muss. Gelöst wird diese Herausforderung mit einer geringen Vorlauftemperatur und sog. Niedertemperatur-Wärmenetzen. Die senken die Kosten der Erzeugung und reduzieren Energieverluste bei der Verteilung. Mittels Solarthermie kann ebenfalls Wärme für Quartiere gewonnen werden.

Hierbei wandeln Solarkollektoren die Sonnenstrahlung in Wärme um. Es wird kein Brennstoff benötigt und geringe Verbrauchskosten ohne CO2-Emmisionen können realisiert werden. Um bei ausbleibender Sonneneinstrahlung die Wärmeversorgung zu gewährleisten, kann zusätzlich noch ein Spitzenlastkessel oder eine Wärmepumpe installiert werden, um Engpässe aufzufangen. Im entgegengesetzten Fall, wenn die Solarthermieanlagen Überschüsse produzieren, können diese mit einer Power-to-Heat-Anlage in ein Fernwärmenetz eingespeist und so monetarisiert werden.

Auch Abwärme, beispielsweise aus Industrieprozessen, kann mittels moderner Technik genutzt werden. Mögliche Anwendungsfelder sind die Wärmegewinnung aus Abwasser oder sog. Cloud-to-Heat-Anlagen, die die Abwärme von Serverschränken zum Heizen oder zur Warmwasseraufbereitung nutzen.

Mit innogy auf der sicheren Seite

Diese Beispiele zeigen, wie vielfältig die Möglichkeiten zur Wärmeerzeugung sind. Mit der richtigen Technik können dank intelligenter Nahwärmnetze und dem passenden Rundum-sorglos-Pa-ket der innogy sowohl die Kosten, als auch der Verwaltungsaufwand reduziert werden – und das klimaschonend. innogy erarbeitet für ihre Kunden ein Konzept, das genau auf deren Bedürfnisse zugeschnitten ist. Dabei werden die verschiedenen Wärmequellen optimal kombiniert. Auch bereits bestehende Fernwärmeversorgungen können Teil eines innovativen Wärmekonzeptes sein. Als erfahrener Betreiber von Fernwärmesystemen profitieren Kunden hier von der bundesweiten Erfahrung der innogy.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

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