Private Investoren gesucht

Veröffentlicht am 1. März 2020

(Foto: pixabay.com / User: PublicDomainPictures)

Vor genau 20 Jahren wurde im Bundestag das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verabschiedet. Seitdem spielt die Solarenergie neben der Windkraft für den Ausbau der erneuerbaren Energien eine elementare Rolle. Das spiegelt sich auch in den jüngsten Entwicklungen auf der Landesebene und in den Kommunen wider. So hat das Land Niedersachsen jetzt erklärt, die landeseigenen Gebäude - und es ist immerhin die Rede von über 3.000 Liegenschaften, für die ein Photovoltaikkataster in Auftrag gegeben wurde - stärker für Solarstrom zu nutzen.

„Seit 2017 bezieht Niedersachsen für die landeseigenen Gebäude 100 Prozent Ökostrom. Nun wollen wir den nächsten Schritt gehen und die Dächer unserer Gebäude für Photovoltaik-Anlagen nutzen“, erklärte der Niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers. Für rund 3000 landeseigene Gebäude wurde ein Photovoltaikkataster in Auftrag gegeben, das seit Anfang des Jahres vorliegt. Damit wurde für jedes der untersuchten Gebäude die Größe und Neigung der Dachfläche, der mögliche Stromertrag, die nutzbare Wärmemenge für Solarthermieanlagen (Warmwasser) und auch beeinträchtigende Dachstrukturen, wie Schornsteine, Lüftungsanlagen, Dachgauben, Bäume, erfasst.

Insgesamt wurden bis jetzt Gebäude mit einer Dachfläche von rund 2,6 Mio. m² untersucht. 1,5 Mio. m² davon weisen eine mittlere bis sehr hohe Sonneneinstrahlung (Solarpotenzial) auf und wären prinzipiell für Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) geeignet. Untersucht werden muss jedoch in jedem Einzelfall, ob die Statik und die vorhandene Dacheindeckung die Errichtung einer PV-Anlage zulässt. Auch der Denkmalschutz ist ein wesentliches Kriterium. Hilbers möchte das Potenzial für den Klimaschutz nutzbar machen: Die größte Mobilisierung der Möglichkeit für PV-Anlagen sieht Hilbers in der Aktivierung privaten Kapitals. Daher möchte der Finanzminister die Dachflächen privaten Investoren und Versorgungsunternehmen zur Verfügung stellen.

Hilbers: „Wir brauchen neben den eigenen Investitionen Privatkapital, um die Energiewende zu schaffen. Dort, wo das Land den erzeugten Strom kontinuierlich selbst verbrauchen kann, soll es die Dachfläche nutzen. Mit einem Interessenbekundungsverfahren ist beabsichtigt, potenzielle Betreiber von PV-Anlagen auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, landeseigene Dachflächen für Solarstrom nutzen zu können. Auch die Kommunen gehen offensichtlich große Schritte voran: Nachdem die „Impulsberatung Solar für Kommunen” auf große Resonanz gestoßen ist, belegt nun eine Umfrage unter den beratenen Kommunen, dass rund 80 Prozent von ihnen konkret in Photovoltaik investieren wollen.

Hohe Qualität der Impulsberatung Solar

Eine deutliche Mehrheit der Befragten gab an, dass die Beratung ihre Entscheidung für eine Solaranlage beeinflusst habe und dass sie die Solarberatung auch gern weiterempfehlen werden. Aufgrund der sehr guten Resonanz werden die „Impulsberatungen Solar für Kommunen” auch in 2020 weiterhin angeboten, die Nachfrage in den ersten beiden Monaten ist bereits hoch. Zusätzliche Unterstützung erhalten Kommunen durch das neue KEAN-Faktenpapier „Photovoltaik in der kommunalen Bauleitplanung“, das einige Möglichkeiten aufzeigt, die den Kommunen zur Verfügung stehen.

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