Smart Living-Markt gewinnt an Bedeutung

Veröffentlicht am 1. April 2020

(Foto: EWE / Bilderwerk Oldenburg)

Unser aller Zuhause befindet sich im Wandel - und damit auch die Anforderungen an die Wohnungswirtschaft: Vier Wände, Fenster und Türen, ein Dach, das war einmal. Der Kunde, sprich Mieter von heute und morgen, möchte mehr. Spätestens, wenn das Wohnraumangebot sich wieder im Gleichgewicht mit der Nachfrage befindet, und dieser Zeitpunkt rückt näher, wird es auch wieder echten Wettbewerb am Wohnungsmarkt geben. Gut, wer dann vorbereitet ist und mieterattraktiven Wohnraum anbieten kann.

Die Digitalisierung von Anwendungen für den privaten Haushalt, z.B. in den Bereichen Komfort und Sicherheit, Energiemanagement sowie selbstbestimmtes Wohnen im Alter, schreitet rasant voran. Der Smart Living-Markt gewinnt gegenwärtig enorm an Bedeutung. Bereits mehr als 6 Millionen Haushalte in Deutschland folgen zumindest teilweise diesem Trend.

Vor diesem Hintergrund hat HAUS und GRUNDBESITZ (HuG) einen der führenden Anbieter von Smart Home-Lösungen für die Wohnungswirtschaft interviewt, um Vorteile und Risiken dieser neuen Technologie abzuwägen. Christoph Gattwinkel, Senior Bu- siness Developer Smart Home beim Oldenburger Energie- und Telekommunikationsdienstler EWE, stand uns Rede und Antwort.

HuG: Bereits seit rund 4 Jahren vertreibt EWE seine Smart Home- Produkte für Privatkunden und Eigenheimbesitzer. Welche Motivation hat EWE dazu veranlasst und welche konkreten Ziele verfolgen Sie dabei?

Gattwinkel: Dahinter steht der Gedanke, den Kunden für ihr Zuhause zeitgemäße Lösungen anzubieten, die ein Mehr an Komfort und Sicherheit sowie auch Energieeinsparungen bieten. Diese umfassen z.B. intelligente Licht- und Heizungssteuerung, Tür- und Fensterkontakte sowie WLAN-Kameras, um nur einen Ausschnitt der technischen Einsatzmöglichkeiten aufzuzeigen.

HuG: Speziell für Vermieter und Dienstleister aus der Wohnungswirtschaft hat EWE verschiedene smart living-Lösungen entwickelt und dieses Angebot erweitert. Was umfasst das neue Angebot von EWE im Detail?

Gattwinkel: Zusammen mit Unternehmen und Dienstleistern aus der Wohnungswirtschaft, Wissenschaftlern, aber auch Mietern wurde das Konzept „business smart living“ entwickelt. Es ist an die aktuellen Herausforderungen des modernen Wohnens angepasst. Dabei werden Wohnungen mit einer Basisinfrastruktur von smart living-Produkten ausgestattet. Jeder Mieter hat die Möglichkeit, ergänzend zu der vom Vermieter gestellten Basisausstattung, noch weitere Smart Home- Komponenten zu bestellen und installieren zu lassen. Dabei reicht die Auswahlpalette von Zwischensteckern, die angeschlossene Geräte automatisch schalten können, über Tür- und Fensterkontakte, die erkennen, ob diese offen oder geschlossen sind, Heizkörper- und Raumthermostate, Luftfeuchtemelder, bis zu Funkschaltern und Bewegungsmeldern.

HuG: Erfordert die Nutzung der smart living-Produkte nicht ein umfangreiches Wissen oder entsprechende Erfahrung im Umgang mit dieser neuen Technologie?

Gattwinkel: Lassen Sie mich wie folgt darauf antworten: Wer mit dem Handy umgehen kann und gewohnt ist, dieses zu gebrauchen, dem fällt die Nutzung der verschiedenen smart living-Produkte kinderleicht. Die Steuerung erfolgt intuitiv und nutzerfreundlich per App. Auf Wunsch lässt sich das System individuell erweitern und dem persönlichen Bedarf anpassen. Dem Mieter steht es frei, die smarte Einrichtung ganz nach seinen Vorstellungen zu gestalten und zu nutzen.

HuG: Stichwort „Datenschutz und Datensicherheit“. Unser modernes Leben ist abhängig von Algorithmen, ohne dass uns dies immer bewusst ist. Ihre Einsatzgebiete und Anwendungen sind vielfältig. Sie speichern und analysieren unsere Verhaltensweisen und unterstützen uns bei den alltäglichen Aufgabenstellungen. Doch nicht wenige Nutzer begegnen dieser Transparenz mit Sorge. Wie stellt EWE den Schutz der persönlichen Daten sicher?

Gattwinkel: Das Thema „Datenschutz und -sicherheit“ hat bei EWE einen sehr hohen Stellenwert. Deshalb hat bei unserem System auch nur der Mieter als Nutzer Zugriff auf seine Einstellungen und individuellen Daten. Der Vermieter kennt allein die Anzahl und Art der von ihm bereitgestellten Hardware pro Wohneinheit. Und, was uns besonders wichtig ist, die gesamte Datenverarbeitung geschieht in Deutschland.
HuG: Welche Vorteile liefert EWE mit seinem neuen smart living- Konzept der Wohnungswirtschaft und inwieweit profitieren speziell gewerbliche Wohnungsgesellschaften?

Gattwinkel: Davon ausgehend, dass eine digitale Infrastruktur zukünftig zum Standard in den meisten Wohnungen gehören wird, bietet EWE mit „business smart living“ schon heute eine moderne Lösung, die gleichsam Immobilien aufwertet und für Mieter einen attraktiven Mehrwert darstellt. Darüber hinaus steht dem Vermieter somit ein Instrument zur Verfügung, mit dem er einen Rahmen für Smart Home-Anwendungen in seinen Wohnungen setzt. Mit innovativen Ideen und Produkten bereichert EWE so den Alltag seiner Kunden, in dem es mit „business smart living“ jedes Zuhause einfach und alltagstauglich gestaltet.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Anzeige

Mehr aus BFW