Digitalisierung schreitet voran

BIM-Cluster jetzt auch in Niedersachsen

Veröffentlicht am 1. Juli 2019

BIM-Cluster in Niedersachsen: Für den BFW-Niedersachsen / Bremen unterzeichnete Geschäftsführer David Jacob Huber das „Memorandum of Understanding“. (Foto: Fotos: BFW-Nds. / Bremen)

Die gesamte Baubranche und auch Wertschöpfungskette von Planen, Bauen bis zum Betrieb befindet sich mitten im digitalen Wandel. Insbesondere die digitale Methode „Building Information Modeling“, kurz BIM, verändert die Zusammenarbeit sowie das Datenmanagement bei Bauprojekten: Basis ist ein digitales Bauwerksmodell, das als Drehscheibe für alle Projektbeteiligten dient. Ende Juni wurde ein „Memorandum of Understanding“ unterzeichnet.

Das BIM-Cluster Niedersachsen ist eine Initiative von 26 unabhängigen landesweiten Interessensvertretungen, unter anderem auch dem BFW-Niedersachsen/Bremen, öffentlichen Einrichtungen und der Landesregierung zur Förderung der BIM-Anwendung und Integration verschiedener Perspektiven aller Akteure innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette. Mit dem BIM-Cluster Niedersachsen soll die regionale Zusammenarbeit auf übergeordneter Ebene gefördert sowie die Chancen und Grenzen der Methodik stärker in das Bewusstsein der (fachlichen) Öffentlichkeit gebracht werden.

Das BIM-Cluster sieht sich als Sprachrohr der regionalen Vertreter der Wirtschaft, öffentlichen Hand und Wissenschaft, um die Digitalisierung im Bauwesen im Land und im Zusammenspiel mit länderübergreifenden Partnern intensiv zu unterstützen. „BIM bringt erhebliche Potenziale für die Effizienz und Qualität unserer Bauprojekte über den gesamten Lebenszyklus – von Planung, Bauen bis zum Betrieb. Das Cluster soll auf übergeordneter Ebene allen am Bau und Betrieb Beteiligten die Möglichkeit zur Vernetzung bieten.

Das Land als Rahmengeber und Förderer ist nicht zuletzt für die vielen kleinen Planungsbüros sowie Unternehmen des Bauwesens und des Handwerks ein integraler Partner“, so Clustersprecherin Professorin Dr.-Ing. Katharina Klemt-Albert, Inhaberin des Lehrstuhls für Baumanagement und Digitales Bauen an der Leibniz Universität Hannover (ICoM).

Unter der Schirmherrschaft von Staatssekretär Stefan Muhle (Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung) sowie im Beisein von Staatssekretärin Dr. Sabine Johannsen (Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur) und Staatssekretär Frank Doods (Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz) wurde jetzt in der Landeshauptstadt Hannover das BIM-Cluster Niedersachsen gegründet. Im Gästehaus der Niedersächsischen Landesregierung bekundeten jetzt die Gründungsmitglieder und die Landesregierung das gemeinsame Engagement und die perspektivischen Ziele durch die Zeichnung des Memorandum of Understanding.

Building Information Modeling (BIM) ist inzwischen auch in vielen regionalen Strukturen ein gemeinschaftliches Thema für Bauherren, Projektsteuerer, Planer, Bauunternehmen, Zulieferer, Betreiber und nicht zuletzt für Ausbildungsstätten geworden. Bundesweit haben sich bereits einige – meist Cluster genannte – regionale Netzwerke organisiert. BIM ist ein zentraler Baustein der Digitalisierung im Bauwesen, der sich in unterschiedlicher Ausprägung in Wirtschaft, Wissenschaft und Institutionen wiederfindet:

„Das BIM spielt im Bereich des digitalen Bauens eine zentrale Rolle. Aus diesem Grund hat sich die Landesregierung im Rahmen der Digitalisierungsstrategie Niedersachsens, aber auch in der Rolle des Landes als Auftraggeber im Hoch- und Tiefbau in doppeltem Sinne auf den Weg gemacht.

Mit dem Cluster werden erstmals landesweit alle relevanten Akteure an einen Tisch gebracht und somit auch der Rahmen für einen beständigen Austausch und daraus abzuleitende Maßnahmen geschaffen. Ich freue mich über die gemeinsame Arbeit und die ambitionierte Herangehensweise“, sagte Digitalisierungs-Staatssekretär Stefan Muhle.