4. „Wood Stove Design Challenge“

Der „Seebeck 250“ gewinnt erste Preise

Veröffentlicht am 1. Januar 2019

Das erfolgreiche Siegerteam von Thermoelect mit dem siegreichen „Seebeck 250“, der beim internationalen Holzofen-Wettbewerb in Washington DC gleich mehrere Preise abräumte. (Fotos: Thermoelect)

Für die 4. „Wood Stove Design Challenge“ in Washington DC hatten sich im November des vergangenen Jahres 13 Öfen qualifiziert, von denen 10 Öfen zu den endgültigen Tests und Messungen der finalen Endausscheidung zugelassen wurden. Diese 10 Wettbewerber erhielten je 10.000 US Dollar als Preisgeld und Anerkennung, um die Kosten ihrer Teilnahme kompensieren zu können.

Der bereits zum 4. Mal in Washington DC stattgefundene Holzofen-Wettbewerb besticht durch seine weltweit härtesten Messund Prüfkriterien – ausgerichtet und überwacht durch das Bundesministerium U.S. Department of Energy. Bei dem 5-tägigen Wettbewerb wurde intensiv gemessen und geprüft, ohne dass die Wettbewerber selber Hand an ihre Öfen legen durften. Es wurden 2 messpflichtige Kategorien zum Wettbewerbe ausgeschrieben:

1. Kategorie: Automatisierung. Die Richter verwendeten 5 Kriterien, um die Öfen zu bewerten. Sie sind nachstehend in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit aufgelistet: Feinstaub- Emissionen, Automatisierung und Innovation, CO, Kohlenwasserstoffe und Sicherheit, thermische Effizienz und Attraktivität für Verbraucher.

2. Kategorie: Thermoelektrischer Stromertrag. Die Richter verwendeten 5 Kriterien, um die Öfen zu bewerten. Auch sie sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit aufgelistet: Innovation – thermoelektrisch, Feinstaub- Emissionen, CO, Kohlenwasserstoffe und Sicherheit, Automatisierung, thermischer Wirkungsgrad. Das Ergebnis: Thermoelect hat mit dem „Seebeck 250“ bei den beiden ausgeschriebenen Kategorien jeweils den ersten Platz erreicht.

Wie wurde getestet und geprüft?

Geprüft und gemessen wurde durch 2 von der EPA (United States Environmental Protection Agency) zugelassene Prüflabore: „Brookhaven National Lab“, Prüflabor des U.S. Department of Energy und „Masonry Heater Association“ (gemeinnützige Organisation). Die Labore setzten 5 verschiedene Teams mit unterschiedlicher technischen Ausstattung ein. So konnten gleichzeitig von je 2 Teams die einzelnen Öfen getestet werden. Die Prüfungen der 2 Teams waren dabei parallel immer die gleichen, nur dass verschiedene Hard- und Software eingesetzt wurde, um die Ergebnisse noch besser verifizieren zu können.

Der neue „Seebeck 250“ bei einer der zahlreichen Messungen, die während des internationalen Wettbewerbs in Washington DC durchgeführt wurden. (Foto: Thermoelect)

Die angewandten Testkriterien waren alle strenger als alle für die Zulassung bekannten Regelwerke - dabei wurden die Geräte bis an ihre absoluten Grenzwerte belastet (Foto: Thermoelect)

Die dabei angewandten Testkriterien waren in jeder Hinsicht strenger als alle zur Zulassung bekannten Regelwerke. Die zu testenden Geräte wurden dabei bis an ihre absolute Grenze belastet und auch mögliche Fehlbedienungen simuliert bzw. herbeigeführt.

Der „Seebeck 250“ wurde von den jeweils 2 Teams insgesamt 4 mal getestet, da die positiven Abgaswerte einfach nicht geglaubt wurden. Zur Veranschaulichung: Die Hürde bei der CO-Messung liegt für Öfen bei rund 750 ppm (parts per million), der Seebeck erreichte im vollen Abbrand 1 ppm CO, also unter der Nachweisgrenze. Ebenso blieben die Feinstaubmessungen unter der Nachweisgrenze. Dazu bemerkten die Verantwortlichen von Brookhaven, „Der Seebeck 250 ist der sauberste jemals von Brookhaven gemessene Ofen“ – und das dürften für ein U.S. Prüflabor etliche tausend Öfen gewesen sein. Die Begründung im Internet für die gewonnenen ersten Preise fällt jedoch sehr kurz aus:

1. Preis automatisierter Abbrand: Große Leistung bei Feinstaub, CO, Effizienz und Sicherheit. 1. Preis thermoelektrische Öfen: Die höchste elektrische Leistung von bis zu 250 Watt und ein integriertes Design, das eine stabile elektrische Leistung gewährleistet. In beiden Fällen wurde positiv die Serienreife des Seebeck hervorgehoben.

Partner des Wettbewerbs

Die Thermoelect GmbH hat den Wettbewerb mit 2 Partnern durchgeführt. Zum einen mit dem DBFZ (Deutsches Biomasseforschungszentrum), das intensiv an der Abgasoptimierung des „Seebeck 250“ mitgewirkt hat und diverse logische Herausforderungen gemeistert hat. Der besondere Dank gilt hier Dr. Ingo Hartmann, der nicht nur im Vorwege Großes geleistet hat, sondern auch in Washington DC unverzichtbar war.

Zum anderen die Firma „Wittus fire by design“, der Vertriebspartner für die USA, der dem Team für diesen Wettbewerb den Namen gegeben hat (Wittus Team). Die Inhaber Alyce und Niels Wittus haben Vorort die Betreuung des Teams und sämtliche Organisation und Beschaffungen geregelt. Von der Firma ETE EmTechEngineering, als weiterer Partner, wurden die Katalysatoren integriert. Das Unternehmen ermöglichte damit eine extreme Feinreinigung der Abgase. Die Emissionswerte lagen beim Wettbewerb in Washington D.C. in weiten Teilen der Verbrennungsphase unterhalb der Nachweisgrenzen aller eingesetzten Messverfahren.

Preisverleihung

Der neue Seebeck wird in den verschiedenen Berichten meistens „E-Stove“ oder „Wittus wood stove“ genannt – es handelt sich aber immer um den, ausschließlich von der Thermoelect GmbH (ehemals HE Energy) entwickelten, „Seebeck 250“.

Weitere verliehene Preise

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass unter allen 13 getesteten Öfen noch 2 weitere Preise verliehen wurden: Zum einen ein online abgestimmter Publikumspreis, bei dem der „Seebeck 250“ den 2. Platz belegte und zum anderen der Innovationspreis – den der „simpelste“ Ofen gewonnen hat.

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