DIHK und IHKs formulieren 8-Punkte-Papier

Die heimische Wirtschaft benötigt mehr Bauland

Veröffentlicht am 1. Dezember 2018

Die Nachfrage nach Gewerbeflächen steigt wie hier z. B. für die Errichtung von Bürogebäuden. (Foto: ze / Punzel)

Der Wirtschaft fehlen zunehmend die Flächen für Produktion, Gewerbe und Dienstleistungen. Ein Problem, das sich faktisch durch alle Branchen zieht. Unter dem Titel „Wirtschaft benötigt Bauland - Nachhaltige Flächenentwicklung erforderlich“ haben DIHK und verschiedene IHKs jetzt ein 8-Punkte-Papier mit Lösungsansätzen entwickelt. In dem Papier werden Vorschläge für eine nachhaltige Flächenpolitik aus Sicht der gewerblichen Wirtschaft formuliert.

Die regionale Flächenpolitik gehört mit zu den wichtigsten Standortfaktoren, denn ohne verfügbare Flächen, verzögern sich Investitionen in Erweiterungen ebenso, wie Neugründungen – oder aber sie finden woanders statt. Es sei deshalb erforderlich, dass die Interessen von Unternehmen bei der Raum- und Flächenplanung angemessen berücksichtigt werden. Dabei sei es insbesondere notwendig, dass eine intelligente Nutzung von Flächen zum Wirtschaften und Wohnen gefunden wird. Vor allem aber dürfe beides nicht gegeneinander ausgespielt werden. Gerade weil gegenwärtig bei der Bauleitplanung der Wohnungsbau stark im Fokus steht, bestehe die Gefahr, dass sich weitere Ausweisungen von Gewerbe- und Industrieflächen, die auch schall- und geruchstechnisch für viele Unternehmen uneingeschränkt nutzbar sind, verzögern und erschweren.

Aber auch die Wirtschaft selbst könne hier einen wesentlichen Beitrag leisten: Zum Beispiel gibt es schon kreative Lösungen, wie flächensparend mehrgeschossige Produktions- und Lagerhallen realisiert werden können. Grundsätzlich bleibe es aber wichtig, dass Kooperationen von Stadt und Umland weiter ausgebaut werden. Städte, Gemeinden und Landkreise sind gefordert, Gewerbeflächen verstärkt über die kommunalen Grenzen hinweg auszuweisen und so ihre Flächenreserven optimal zu nutzen. Darüber hinaus sind die beim Bundesbauministerium vorhandenen Instrumente zur Städtebauförderung auch, bezogen auf die Bereitstellung von Bauland, für gewerbliche Zwecke stärker zu berücksichtigen