Energieausweise sind 10 Jahre gültig

Erste Energieausweise verlieren ihre Gültigkeit

Veröffentlicht am 1. September 2018

Nur ein aktueller Energieausweis bildet realistisch die energetischen Eigenschaften des Gebäudes ab. (Foto: VZN)

In diesem Jahr verfallen die ersten Energieausweise: Eigentümer, die 2008 einen Energieausweis für ihr Gebäude erstellen ließen, müssen diesen jetzt erneuern, wenn sie ihr Haus oder eine Wohnung darin wieder vermieten oder verkaufen wollen. Auch Eigentümergemeinschaften brauchen einen neuen Energieausweis für das ganze Gebäude, wenn eine Wohnung einen neuen Mieter / Käufer erwartet.

Der Energieausweis ermöglicht es potenziellen Käufern oder Mietern, die energetische Qualität eines Gebäudes besser zu bewerten. Er unterscheidet die Effizienzklassen A bis G, wobei Klasse „A“ energetisch besonders gute Gebäude kennzeichnet, während Klasse „G“ einem Gebäude eine schlechte energetische Wirksamkeit bescheinigt.

Ohne Ausweis droht Bußgeld

Die konkreten Energiekosten sagt der Energieausweis jedoch nicht vorher, da er den individuellen Einfluss der Bewohner ausklammert. Eigenheimbesitzer, die ihr Haus weder verkaufen noch vermieten wollen, benötigen keinen Energieausweis. Alle anderen begehen jedoch ohne einen Ausweis eine Ordnungswidrigkeit, für die ein Bußgeld verhängt werden kann.

Nach Energiesparmaßnahmen neuen Ausweis erstellen lassen

Tauschen Eigentümer den Heizkessel in ihrem Haus aus, modernisieren sie Fenster oder ergreifen andere Maßnahmen, um das Gebäude energieeffizienter zu gestalten, sollten sie den Energieausweis erneuern. Nur so bildet er realistisch die verbesserten energetischen Eigenschaften des Hauses auch ab. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale bietet den Miet- oder Kaufinteressenten Hilfestellung bei der Bewertung der Angaben im Energieausweis an. Zudem berät sie Hauseigentümer bei der Frage, ob ein Energieausweis erforderlich und welcher Energieausweis in ihrem Falle geeignet ist.

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