HRG - 25 Jahre Entwicklung für die Region Hannover

Gewerbe- und Wohnbauflächen verkaufen sich besonders gut

Veröffentlicht am 5. Juni 2018

Gewerbegebiet: „CITY GATE NORD“ an der Vahren- walder Straße in Hannover, wo große Büroflächen bereits an Vodafone übergeben werden konnten. (Foto: HRG)

Die HRG - Hannover Region Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG - blickt auf 25 Jahre erfolgreicher Arbeit für den Standort Region Hannover zurück. Als größte regionale Anbieterin erschließt und verkauft die HRG seit ihrer Gründung im Jahr 1993 regionsweit Gewerbe- und Wohnbauflächen. Von der Klärung der planungsrechtlichen Fragen und dem Grunderwerb über die Ausschreibung, Auftragsvergabe und Tiefbauarbeiten bis hin zur Veräußerung einer Fläche reicht die Tätigkeit des Unternehmens. Im Rahmen einer Jubiläumsfeier würdigten jetzt zahlreiche Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft die Arbeit der HRG.

„In den vergangenen 25 Jahren hat die HRG insgesamt rund 1 Million Quadratmeter Wohnbauflächen und gut 1,5 Millionen Quadratmeter Gewerbeflächen in zahlreichen Städten und Gemeinden in der Region Hannover entwickelt und weitestgehend vermarktet“, resümiert HRG-Geschäftsführer Mattias Böhle.

Anlass der Gründung – verstärkte Nachfrage

Am 15. Juli 1993 wurde die Hannover Region Grundstücksgesellschaft, kurz HRG, vom Kommunalverband Großraum Hannover (KGH) und der damaligen Kreissparkasse Hannover gegründet. Die Stadtsparkasse trat zum 1. Januar 1998 in die Gesellschaft ein – heute sind Region Hannover und Sparkasse Hannover mit einer Beteiligung von jeweils 50 Prozent Gesellschafter des Unternehmens.

Anlass für die Gründung war ein akuter Mangel an unmittelbar verfügbarem Wohnraum und qualifizierten Gewerbeflächen. Nicht nur die geburtenstarken Jahrgänge traten damals in die Familienphase und suchten geeigneten Wohnraum, auch die positive Wirtschaftsentwicklung nach der Wiedervereinigung verstärkte die Nachfrage nach Wohn- und Gewerbeflächen.

„Die HRG ist ein wichtiges Instrument, um attraktive Wohnstandorte und Wirtschaftsflächen zum Wohl der jeweiligen Städte und Gemeinden bereit zu stellen“, lobt Regionspräsident Hauke Jagau die Arbeit der HRG und betont: „Uns liegt am Herzen, dass Menschen in der Region auch in Zukunft bezahlbaren und gut angebundenen Wohnraum finden. Ich bin sicher, dass die HRG dieser Herausforderung auch in den kommenden Jahren gerecht wird.“

In 26 Wohnbauflächenprojekte rund 130 Millionen Euro investiert

Besonders die Wohnbauflächen der HRG haben sich in den letzten 25 Jahren gut verkauft: Im Zuge von insgesamt 26 Wohnbauprojekten – überwiegend Einfamilienhausgebiete im Umland von Hannover – wurden mehr als 1.500 Grundstücke veräußert. Die größten Baugebiete mit jeweils rund 200 Wohneinheiten lagen in Sehnde und Uetze-Hänigsen. Weitere große Wohnbauflächen entstanden in Springe, Seelze, Burgdorf und Hannover-Ahlem mit je mind. 100 Grundstücken. Mittelgroße Baugebiete entstanden darüber hinaus in Gehrden-Leveste (78 Grund- stücke), Lehrte (77 Grundstücke), Laatzen, Ingeln-Oesselse und Sehnde. Einige kleinere Entwicklungsgebiete gibt es in Barsinghausen-Bantorf, Laatzen-Gleidingen, Lehrte-Arpke, Neustadt-Otternhagen, Mellendorf, Sehnde-Ilten und Uetze-Dollbergen.

Weitere Wohnbauflächenprojekte wurden in Neustadt, wo die HRG gemeinsam mit der Stadt in einer eigenständigen Gesellschaft die Flächenerschließung vorantreibt, entwickelt und vermarktet. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Stadtteilentwicklung Auenland, verteilt in 6 Bauabschnitte auf rund 300.000 m2 Fläche. 2 weitere kleine Projekte in den Ortsteilen Mandelsloh und Schneeren ergänzen das Programm. Das nächste größere Projekt wurde in 2017 wieder in der Kernstadt in Gang gesetzt.

Auch ergänzen Wohnbauflächen in eigenständigen Projektgesellschaften das Portfolio: Hier wurden in 3 Projektgesellschaften 177 Wohneinheiten realisiert. Ein sehr gelungenes Beispiel dafür ist das Wohnquartier „Ihmeauen“ in Hannover – Linden. In die Wohnbauprojekte wurden in den vergangenen 25 Jahren insgesamt rund 157 Millionen Euro investiert – davon allein rund 72 Mio. Euro an reinen Erschließungsbauleistungen, die weitestgehend von regional ansässigen Betrieben erbracht wurden.

„Die HRG hat zum richtigen Zeitpunkt Wohnbauflächen an interessanten Standorten bereitgestellt. Die enge Zusammenarbeit mit dem Immobiliencenter der Sparkasse Hannover ermöglicht marktfähige und kundenorientierte Angebote“, betont Dr. Heinrich Jagau, stv. HRG-Aufsichtsratsvorsitzender und Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hannover. Auch wenn Einfamilienhausgrundstücke in diesen Projekten immer noch den Schwerpunkt ausmachen, in den letzten Jahren ist eine stark zunehmende Nachfrage nach Mehrfamilienhausgrundstücken auch in den Umlandkommunen festzustellen. Selbst in Ortteilen besteht heute ein Markt für Etagenwohnungen.

Gewerbeflächen von nationaler und regionaler Bedeutung geschaffen

Insgesamt 15 Gewerbegebiete bilden das zweite Standbein des Unternehmens. Hier wurden weitere gut 100 Millionen Euro investiert, an reinen Erschließungsmaßnahmen alleine rd. 43 Mio. Euro. Dadurch entstand in den vergangenen 25 Jahren regionsweit neuer Raum für zahlreiche Neuansiedlungen von Unternehmen, genauso wie für die Expansion ansässiger Betriebe.
„Mit ihrem Angebot an Gewerbeflächen bildet die HRG nach wie vor eine sehr wichtige Grundlage für die erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung der Region Hannover“, betont der HRG-Aufsichtsratsvorsitzende und Wirtschaftsdezernent der Region Hannover, Ulf-Birger Franz. „Dank der guten Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung der Region hat die HRG zu einem überdurchschnittlichen Wachstum von Gewerbe und Logistik beigetragen.“

Diese Entwicklung zu einem der bundesweit bekanntesten Logistikstandorte ist eine Erfolgsstory im Zuge des Wachstums dieser Branche. In den 2000er Jahren entstanden der Airport Business Park in Langenhagen sowie das Güterverkehrszentrum (GVZ) in Lehrte. Hier fand die Logistikbranche seitdem Raum für großflächige Ansiedlungen. Etwa 1.500 Beschäftigte im Airport Business Park und rund 1.000 Beschäftigte im GVZ sind allein in den Gewerbebetrieben tätig, die auf den Grundstücken der HRG errichtet wurden.

Gewerbegebiet „Seelze-Letterholz“: Viel Individualität mit einer optimalen Verkehrsanbindung. (Foto: HRG)

Seit 1993 entwickelt die HRG Wohnbau- und Gewerbegebiete - zum Beispiel die „Ihme- auen“ (2014 - 2018) in Hannover-Linden. (Foto: HRG)

In den letzten 5 Jahren hat die HRG 3 neue großflächige Logistikstandorte in der Region Hannover entwickelt, in Barsinghausen 20 ha, in Laatzen rd. 30 ha sowie in Wunstorf rund 90 ha, davon im 1. Bauabschnitt rd. 11,5 ha. Für die sehr großflächige Entwicklung in Wunstorf wurde eine gemeinsame Gesellschaft mit der Stadt gegründet. Damit trägt die HRG maßgeblich dazu bei, Flächen für weitere Ansiedlungen in diesem, sich sehr dynamisch entwickelnden Wirtschaftssektor vorzuhalten. Neben diesen Standorten nationaler Bedeutung, sind auch 9 Gewerbestandorte von regionaler Bedeutung entwickelt worden.

Zahlreiche mittelständische Unternehmen haben in der Region Hannover eine neue Heimat gefunden. Im Gewerbegebiet Letterholz in Seelze – in 3 Bauabschnitten insgesamt rd. 18 ha – zum Beispiel wurden insgesamt 38 Betriebe mit rund 400 Beschäftigten angesiedelt, unter anderem namhafte regionale Unternehmen, wie Wahl GmbH + Co. KG oder BBK Bau GmbH aber auch internationale Player, wie Anton Paar Opto-Tec.

Im Gewerbegebiet Langenhangen-Godshorn „Europaallee“ mit rd. 13 ha haben sich auch internationale Unternehmen, wie u.a. die Europazentrale von Minolta oder das Nutzfahrzeugzentrum von Daimler-Benz angesiedelt. Nicht zuletzt ist auch im Gewerbeflächenbereich eine Projektgesellschaft entstanden, um hochwertige Gewerbeflächen an der Vahrenwalder Straße in Hannover zu entwickeln: Auf einem Grundstück von rd. 14.000 m2 können Büroflächen in einer Größenordnung von über 20.000 m2 entstehen. Vor wenigen Wochen sind die Flächen im 1. Bauabschnitt an Vodafone übergeben worden.

Neben klassischen Flächenentwicklungsprojekten, hat die HRG dabei auch die Umnutzung von alten Industriestandorten mitten in Ortslagen realisiert – beispielsweise die Entwicklung einer Kartonagenfabrik in Mellendorf zu einem Wohnquartier mit einer Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtung oder den alten Standort des Hanno-Werkes in Laatzen-Gleidingen – ebenfalls zu einem Einfamilienhausgebiet zur Arrondierung der vorhandenen Wohnbebauung nahe dem Ortskern. Auch in den Projektgesellschaften handelt es sich primär um die Nachnutzung von Immobilien, um sie gemeinsam mit Hochbaupartnern zu neuen attraktiven Wohn- oder Gewerbeimmobilien zu entwickeln.

So entstand durch den Umbau der Hautklinik in Hannover-Linden, gemeinsam mit Dr. Meinhof, ein hochattraktiver urbaner Wohnstandort am Ufer der Ihme. Die Nachnutzung auf dem 20 Jahre brachliegenden Grundstück an der Vahrenwalder Straße zum Bürostandort „City Gate Nord“ wird gemeinsam mit der Delta Bau AG realisiert. In Gehrden wird der Standort eines ehemaligen Supermarktes mitten im Stadtzentrum gemeinsam mit Sänger Aktivhaus zu einem neuen attraktiven Wohnstandort in Bestlage nachgenutzt.

Mit einem breiten Spektrum an Kompetenzen und Geschäftsmöglichkeiten sieht HRG- Geschäftsführer Mattias Böhle die Gesellschaft für die Zukunft gut aufgestellt: „Die HRG ist ein außerordentlich seriöser und kompetenter Partner für die Kommunen in der Region Hannover – ganz egal, ob es um große Wohnbaugebiete oder Flächen für die Logistikwirtschaft, kleine Nachverdichtungsflächen, Umnutzungsprojekte für Altstandorte oder nur regional bedeutsame Gewerbestandorte geht“, so Böhle.