Zeit der fossilen Brennstoffe geht zu Ende

Heizen der Zukunft mit Wärmepumpen

Veröffentlicht am 1. Dezember 2018

Dipl.-Kaufmann Sven Hansmeier als Ehrengast bei der Inbetriebnahme der neuen Produktionsanlage für die neue Wärmepumpe recoCOMPACT bei Vaillant in Remscheid. (Foto: FIBAV / Michalzik)

Auf dem Weg in eine saubere(re) Zukunft: Der Klimaschutzplan der Bundesregierung sieht vor, dass ab 2030 keine Öl- und Gasheizungen mehr installiert werden dürfen. Fossile Brennstoffe sollen als Heizmaterial keine Rolle mehr im Hausund Wohnungsbau spielen. Sven Hansmeier, geschäftsführender Gesellschafter der FIBAV Unternehmensgruppe mit Sitz in Königslutter bei Braunschweig, rät deshalb: „Wer in naher Zukunft plant, sich ein Haus zu bauen, sollte sich jetzt schon unbedingt intensiv mit dem Thema befassen. Denn angesichts der vorgesehen Lebensdauer von Heizungsanlagen, ist mit Blick auf 2030 jetzt schon bedeutend, für welches System man sich entscheidet.“

Die FIBAV, eines der größten Hausbauunternehmen Norddeutschlands, erstellt jedes Jahr 500 Immobilien. Da kommt eine Menge Expertise zusammen auf den derzeit mehr als 360 Baustellen – im Dialog mit Subunternehmern und vor allem natürlich beim Austausch mit den Kunden. Seit mehreren Jahren geht der Trend bei den von der FIBAV angebotenen Häusern ganz klar in Richtung Wärmepumpe: „Die Systeme sind mittlerweile ausgereift und halten auch deutschen Frostnächten bis minus 20 Grad problemlos stand“, so Michael Michalzik, Pressesprecher der FIBAV Unternehmensgruppe. Fast alle Kunden würden sich für die Klimatisierung ihres Hauses mittels Wärmepumpe entscheiden.

Die Gründe liegen auf der Hand: Dem höheren Anschaffungspreis, steht eine erhebliche Ersparnis bei den laufenden Kosten gegenüber. Moderne Wärmepumpen haben einen enormen Wirkungsgrad – ca. 75 Prozent der Heizenergie beziehen sie aus der Umgebungsluft. Für den Betrieb der eigentlichen Pumpe müssen lediglich noch die restlichen 25 Prozent als elektrischer Strom beigesteuert werden. Wer sich für die Kombination mit einer Photovoltaikanlage entscheidet, spart noch mehr. Ein nicht unwesentlicher Aspekt ist der Klimaschutz: Öl und Gas bleiben außen vor, der Einsatz fossiler Brennstoffe wird auf ein Minimum gesenkt und fällt nur dort an, wo der erforderliche Strom produziert wird. Das Prinzip ist im Grunde simpel und funktioniert wie bei einem Kühlschrank – nur umgekehrt: Die Wärmepumpe entzieht der Umgebungsluft Wärme – auch an sehr kalten Tagen. Diese Wärmeenergie wird zu Heizenergie aufbereitet. Sollte es einmal extrem kalt sein, ist zur Sicherheit noch ein Heizstab eingebaut.

(Foto: FIBAV / Michalzik)

Dr.-Ing. Norbert Schiedeck (Vaillant Group CEO), Sven Hansmeier (Geschäftsführer der FIBAV Unternehmensgruppe), Dr. Tillmann von Schroeter (Geschäftsführer Vaillant Deutschland) und Lutz Forßmann (Werksleiter Remscheid) bei der Inbetriebnahme der neuen Vaillant-Produktionsanlage für die Wärmepumpe recoCompact. (Foto: FIBAV / Michalzik)

Im Sommer kann die aktive Lüftungsfunktion dazu beitragen, die Temperatur im Haus zu senken. Wärmepumpen sind aber keine Klimaanlagen! Ein weiterer Vorteil: Die Qualität der Raumluft wird deutlich verbessert, vor allem Allergikern kommt dies sehr zugute. Michalzik: „Wichtig zu wissen ist, dass Wärmepumpen grundsätzlich für den Betrieb von Fußbodenheizungen ausgelegt sind. Auch an eine ausreichende Warmwasseraufbereitung muss gedacht werden. Unser langjähriger Partner Vaillant verbaut Warmwasserspeicher für bis zu 5 Personen.“ Die FIBAV Unternehmensgruppe ist nach eigenen Angaben der größte deutsche Kunde von Vaillant. Seit vielen Jahren besteht eine enge Partnerschaft. In die Entwicklung der Produkte der Remscheider Heizungsexperten fließt immer auch ein Stück Feedback der FIBAV mit ein.

So auch beim neuesten Modell von Vaillant, der recoCOMPACT, die noch nicht einmal das sonst charakteristische Außengerät benötigt, sondern nur eine Außenbohrung in der Hauswand. Die hellen Kästen mit den Außengeräten, die man an neueren Gebäuden oft auf dem Grundstück sieht, stören manchen Interessenten. Aber: Inzwischen sind Leitungslängen von bis zu 20 Metern möglich. Michael Michalzik: „Damit sollte es möglich sein, die Kästen weit genug entfernt an einer abgelegenen Stelle im Garten aufzustellen. Natürlich nach Möglichkeit nicht direkt unter dem Schlafzimmerfenster des Nachbarn oder dem eigenen. Aber: Moderne Wärmepumpen sind im Betrieb nur unwesentlich lauter als ein Kühlschrank, störende Geräusche muss also niemand befürchten.“

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