Die richtige Wärmedämmung

Schimmelbildung – wie man sie vermeidet

Veröffentlicht am 1. Januar 2019

Modernisierungsmaßnahmen an bestehenden Gebäuden bieten Gelegenheit für die Installation einer modernen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. (Foto: pixybay.com / knessc)

Die Gebäudehülle gut zu isolieren, gilt den Deutschen als eine der wichtigsten Maßnahmen gegen extreme Wetterlagen. Das zeigt eine Umfrage der Bausparkasse BHW. Doch Berichte über Schimmel und mangelnde Wirtschaftlichkeit schüren Zweifel bei vielen Eigentümern, insbesondere von Bestandsimmobilien. Ein genauer Blick zeigt jedoch: Eine fachgerechte Dämmung zahlt sich aus und räumen mit dem Vorurteil „gut gedämmte Häuser können nicht mehr atmen“ endgültig auf.

Thomas Weber vom Verband Privater Bauherren hält die Sorge, von einem zu dicht gedämmten Haus, für unbegründet. „Eine lückenlose Wärmedämmung senkt sogar das Schimmelrisiko, weil Innenflächen weniger stark auskühlen.“

Richtig gelüftet

Allerdings sind zusätzliche technische Maßnahmen unerlässlich, wenn auch die Fenster abgedichtet werden. Selbst regelmäßiges Stoßlüften hilft dann nicht mehr, da die feuchte Innenluft dann nicht ausreichend abziehen kann. Deshalb sollten Eigentümer eine fensterunabhängige Lüftung einplanen. „Damit aber keine Energie verlorengeht, empfiehlt sich eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung“, sagt Stefanie Binder vom BHW. Die Kosten für eine solche Anlage liegen bei 6.000 bis 10.000 Euro.

Günstig saniert

Wer seine Bestandsimmobilie wirtschaftlich sanieren will, beauftragt am besten eine Vor-Ort-Energieberatung, gefördert von der BAFA. An deren Ende steht ein individueller Sanierungsfahrplan. Die BHW-Expertin rät: „Energetische Verbesserungen sollte man durchführen lassen, wenn ohnehin Instandsetzungsarbeiten anstehen. Dann ist das Verhältnis von Kosten und Nutzen ganz besonders günstig.“

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