Bette sorgt für Wohnwert und Sicherheit

Schutz für die Holzbäder in der neuen Tirol Lodge

Veröffentlicht am 1. September 2019

Die Raummodule des neuen Hotelbetriebs werden mit der fertigen Einrichtung auf die Baustelle geliefert und nur noch aufgestellt. (Foto: Arch. Bruno Moser)

Inmitten der idyllischen Berglandschaft Österreichs, genauer gesagt in Ellmau am Wilden Kaiser, entstand 2018 mit der Tirol Lodge der erste „one stop shop“-Hotelbetrieb in Tirol. Das Besondere: Das voluminöse Bauvorhaben wurde komplett aus Holz und in Modulbauweise gebaut. In den Badezimmern ist daher ein sicherer und konstruktiver Feuchtigkeitsschutz gefragt: Das Architekturbüro setzte dabei bewusst auf bodenebene Titan-Stahl Duschflächen von Bette.

Direkt neben der Talstation der Hartkaiserbahn Ellmau gelegen, mit direktem Zugang zu den Skipisten, Sauna mit Blick auf das Bergpanorama und ganzjährig beheiztem Außenpool mit Inneneinstieg: In Ellmau entstand 2018 mit der Tirol Lodge kein großer, kastenförmiger Hotel-Block, sondern gleich ein ganzes Chalet-Dorf mit 171 Zimmern. Für das großzügige Lodge-Feeling inmitten der Berglandschaft Tirols wurde die Architektur des voluminösen Bauvorhabens in einzelne Häuser aufgelöst – 3 Gruppen mit jeweils 4 Gebäuden. Ein Hotel ganz aus Holz – das war der Wunsch des Bauherrn für das einzigartige Hotelprojekt Tirol Lodge. Inspiration dafür gab das repräsentative Verwaltungsgebäude der Holzbau-Firma Egger in St. Johann. Der Bauherr der Tirol Lodge war fasziniert von der Holzmodulbauweise des Stammhauses der Firma Egger und wollte diese Bauweise für den Hotelneubau adaptieren.

Für einen Hersteller von Holzwerkstoffen ist es naheliegend, dass sein Neubau aus firmeneigenen Produkten gefertigt wird, für ein Hotelprojekt dieser Größe ist es ungewöhnlich, dafür aber umso reizvoler – sowohl für den Bauherrn, als auch für das ausführende Architekturbüro. Mit dem Tiroler Architekten Bruno Moser, der sich auch für das Stammhaus Egger verantwortlich zeigt, wurde für den Neubau des Hotels ein international renommierter Spezialist für Holzbau beauftragt. Eine Herausforderung für den Architekten und sein Projekt: Holz ist ständig in Bewegung. Das ist soweit nichts Ungewöhnliches, allerdings kann dieser Aspekt gerade in den Badezimmern schnell zum Problem werden. Aufgrund der stetigen Bewegung des Materials, könnten in der Folge Silikonfugen reißen, undicht werden und Feuchteschäden am Holz drohen.

Für die Holzbäder ein sicherer Feuchtigkeitsschutz

„Für uns war deshalb immens wichtig, dass wir bei einem so umfangreichen Bauvorhaben aus Holz einen ganz besonders sicheren Feuchtigkeitsschutz verwenden. Gerade der Nassbereich in den Badezimmern muss effektiv abgedichtet werden“, betont Moser. „Momentan sehen wir in Österreich neben dem Trend zur Vorfertigung auch einen Trend zum Holzbau. Hier ist Bette besonders gefragt, da das Unternehmen individuelle Lösungen bereit hält, die sich für den Holzbau gut eignen“, erklärt der Architekt.

Fliesen und Fugen kamen für den Duschbereich der Badezimmer nicht in Frage. „Fugen sind immer schwierig, auch im Massivbau Bei Holz sind sie aber besonders riskant“, resümiert Moser. Um vor allem in den Duschen der Holzbäder auf Nummer sicher zu gehen, entschied sich das Architekturbüro für die bodenebenen Duschflächen BetteFloor Side in Kombination mit der BetteZarge. Für die Zarge wird die Duschfläche ab Werk wandseitig aufgekantet, sodass glasierter Titan-Stahl die Hohlkehle zur Wand bildet. Die wasserfeste Wandverkleidung wiederum wird auf der oberen Hälfte der Zarge verklebt. Dadurch gibt es wandseitig keine Silikonfugen und das Holz ist konstruktiv vor eindringender Feuchtigkeit geschützt und dauerhaft trocken.

Viel Raum und wenig Aufwand

Insgesamt wurden in Ellmau 171 weiße BetteFloor Side Duschflächen aus glasiertem Titan-Stahl mit wandseitigem Ablauf und Bette- Zarge in die Holzbäder eingebaut. Alle BetteFloor Side Duschflächen haben die komfortable Abmessung von 140 x 90 cm – Hotelgäste steht also extra viel Platz unter der Dusche zur Verfügung. Aber nicht nur wandseitig sind die Duschflächen durch die aufgekantete BetteZarge geschützt, dank des verwendeten BetteDichtsets für Holzböden gelingt der dichte und sichere Anschluss auch am Holzboden. Dazu wird unterhalb der BetteFloor Side eine wasserfeste Platte in den Boden eingesetzt, deren Ränder zusätzlich noch mit Dichtschlämme und Dichtvlies abgedichtet werden.

Nicht nur wandseitig sind die Duschflächen durch die aufgekantete BetteZarge geschützt, dank des verwendeten BetteDichtsets für Holzböden gelingt der dichte und sichere Anschluss auch am Holzboden. (Foto: Holzbau Saurer / fotostudiorene)

Inmitten der idyllischen Berglandschaft Österreichs, genauer gesagt in Ellmau am Wilden Kaiser, entstand 2018 mit der Tirol Lodge der erste „one stop shop“-Hotelbetrieb in Tirol. (Foto: Tirol Lodge Ellma)

Ein weiterer Vorteil der bodenebenen Duschflächen ist ihr Material, auf das Bette eine Garantie von 30 Jahren gibt: Glasierter Titan- Stahl ist robust und unempfindlich und lässt sich schnell und einfach reinigen. Auch für das Hotelteam wird das eine Rolle spielen, da dadurch weniger Putzmittel verbraucht und Betriebskosten eingespart werden können. Zusätzlich entfallen aufgrund der Zargenlösung auch die regelmäßigen Wartungskosten der sensiblen Silikonfugen im wandseitigen Duschbereich. Die rasche Reinigung des fugenfreien glasierten Titan-Stahls macht sich besonders im Vergleich zu verfliesten Duschbereichen mit Duschrinne bemerkbar: Fliesenfugen sind schwierig zu reinigen und eine gründliche Reinigung der Duschrinne ist deutlich zeitintensiver.

Dazu kommt, dass das für den Wasserablauf nötige Gefälle bereits in die BetteFloor Side integriert ist, während es beim Einsatz von Duschrinnen erst in die Fliesen hätte eingearbeitet werden müssen. Für Bruno Moser stand der Einsatz von Duschrinnen im Tirol Lodge sowieso nicht zur Debatte: „Bei Duschrinnen ist neben dem hygienischen Aspekt auch die langfristige Dichtigkeit höchst problematisch. Zudem hätte der Bodenbelag unter der Duschrinne nass gegossen werden müssen, was zu Austrocknungszeiten geführt hätte und diese für den Holzbau untypisch sind“, erklärt der Architekt seine Wahl.

Holzbauweise muss nicht hellhörig sein

Prasselnde Duschen können laut sein und Holzhäuser gelten als besonders hellhörig – dem Thema Schallschutz wird deshalb vor allem in Hotels und insbesondere bei Holzbauten große Bedeutung beigemessen. Schließlich möchte kein Gast mithören, wenn der Zimmernachbar nach der Après-Ski-Party um 3 Uhr nachts noch duscht. „Die BetteFloor Side Duschflächen werden serienmäßig mit sogenannten Antidröhn-Matten aus Bitumen ausgestattet, die auf die Unterseite der Duschfläche geklebt werden. So wird besonders die Schallübertragung auf den Holzbaukörper minimiert“, erklärt Sven Rensinghoff, Marketingleiter bei Bette. Zusätzlich ist bei den Bette-Duschen mit aufgekanteter BetteZarge auch immer ein Sanitärband im Lieferumfang enthalten, welches die Schallübertragung zur Wand hin entkoppelt.

Im Werk lässt sich wirtschaftlicher arbeiten

Für den Hotelneubau entstanden in den Werkhallen der ausführenden Holzbaufirma Holzbau Saurer aus 30 Quadratmeter großen, einzelnen Raummodulen die späteren Zimmer. Vor Ort auf der Baustelle mussten diese nur noch aufgestellt werden, da sie bereits mit der fertigen Einrichtung auf die Baustelle geliefert wurden. Der hohe Vorfertigungsgrad der Holz-Modulbauweise und das aufeinander abgestimmte Logistikkonzept brachte für das Architekturbüro und die Holzbaufirma gleich mehrere Vorteile mit sich – zuvorderst eine kurze Bauzeit, die mit knapp 10 Monaten für ein Projekt dieser Größe äußerst sportlich ist.

„Anfang März 2018 haben wir mit dem Aushub begonnen und Mitte Dezember hat die Tirol Lodge bereits eröffnet. Da die Holzmodule in den Werkhallen witterungsgeschützt gebaut werden, gibt es keine witterungsbedingten Projektverzögerungen und alle Module weisen eine gleichbleibende Qualität auf“, fasst Bruno Moser weitere Vorteile der modularen Vorfertigung zusammen. Marketingleiter Rensinghoff: „Das Bauen mit Holz ist klimafreundlich und nachhaltig. Und für das Badezimmer gibt es bewährte Lösungen, die den Besonderheiten dieses Werkstoffs Rechnung tragen und für Dichtigkeit, Schallschutz und Hygiene sorgen. Wir freuen uns, dass die Tirol Logde in diesem sehr sensiblen Bereich auf das Know-how von Bette setzt.“

Über Bette

Bette ist der Spezialist für Badobjekte aus glasiertem Titan-Stahl: Badewannen, Duschflächen, Duschwannen und Waschtische. Das Familienunternehmen wurde 1952 im westfälischen Delbrück gegründet und hat sich exklusiv auf die Prozesse Stahlumformung und Emaillierung spezialisiert. Geschäftsführer ist Thilo C. Pahl. Heute sind am Produktions- und Verwaltungssitz in Delbrück 370 Mitarbeiter beschäftigt. Ausschließlich hier und made in Germany werden mehr als 600 verschiedene Wannen- und Waschtischmodelle in einer großen Auswahl an möglichen Oberflächenfarben hergestellt.

Bette-Fertigung verbindet Hightech-Industrieproduktion mit maßgeschneiderter Manufakturarbeit: Mehr als die Hälfte der Produkte werden heute auf Kundenwunsch individualisiert. Aus den natürlichen Rohstoffen Glas, Wasser und Stahl entstehen hochwertige Produkte, die Bette in einer großen Vielfalt an Formen, Abmessungen und Farben anbietet – und mit der BetteGlasur zu langlebigem Stahl/Email veredelt. Das gesamte Bette-Sortiment ist entsprechend der material- und sortimentsspezifischen Umwelt-Produkt- Deklaration EPD nach ISO 14025 verifiziert.

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