Fördermittel für eine energetische Modernisierung

Verbraucher-Tipps beachten und so viel Geld sparen

Veröffentlicht am 1. August 2018

Fördermittel können als verbilligtes Darlehen oder Zuschuss gewährt werden, wobei dieser zwischen 10 und 30 Prozent der Kosten ausmachen kann. (Foto: BillionPhotos.com/Fotolia.com)

Für Wohnungseigentürmer ist es finanziell sehr attraktiv Fördermittel für eine energetische Modernisierung zu beantragen. Die Fördermittel der KfW oder des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) können als Zuschüsse oder verbilligte Darlehen gewährt werden. Je nach Umfang der Modernisierungen, betragen die Zuschüsse zwischen 10 und 30 Prozent der Kosten für die Maßnahmen. Verschiedene Bereiche des Hauses oder der Wohnung können energetisch dabei modernisiert werden.

Im Einzelnen sind das: Wärmedämmung von Wänden und/oder dem Dach, Austausch von Fenstern, Optimierung der Heizung sowie Einbau von Lüftungstechnik. Dabei kann sich die energetische Modernisierung auf das ganze Haus oder nur einzelne Eigentumswohnungen beziehen. In beiden Fällen profitiert der Wohnungseigentümer von den Förderprogrammen der KfW. Zusätzlich stehen in den Bundesländern verschiedene Förderprogramme zur Verfügung.

In 6 Schritten zur Förderung

1. Lassen Sie sich von einem unabhängigen Energieberater zu Ihren Modernisierungsmöglichkeiten und Förderoptionen beraten. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale ist durch Förderung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sehr kostengünstig. Eine Beratung zu Fördermitteln kostet nur 5 Euro.

2. Bauliche Maßnahmen bei Wohnungseigentum müssen in der Wohnungs-Eigentümergemeinschaft (WEG) abgestimmt werden. Auch bei Maßnahmen, die nur eine Wohnung betreffen, kann Gemeinschaftseigentum berührt sein – wie z. B. bei einer Etagenheizung, die an einen gemeinsamen Schornstein angeschlossen ist.

3. Zur Beantragung der KfW-Förderungen benötigen Sie zwingend einen Sachverständigen. Dieser übernimmt die energetische Fachplanung und Baubegleitung sowie die Bestätigung der Einhaltung der Förderbedingungen.

4. Zuschüsse beantragen Sie online im KfW-Zuschussportal. Falls sich Modernisierungen auf das Gemeinschaftseigentum beziehen, kann die Hausverwaltung stellvertretend für alle Eigentümer den Antrag stellen.

5. Kredite werden bei Banken und Sparkassen beantragt. Bei Krediten kann die WEG den Antrag als Verband stellen. In den Bundesländern Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg, Hessen, Saarland und Schleswig-Holstein werden die Kredite für WEG durch Landesbürgschaften abgesichert. Dadurch wird der Zugang zu KfW-Krediten erheblich erleichtert.

6. Das BAFA fördert mit einem Zuschuss Maßnahmen zur Optimierung der Heizungsanlage. Dazu gehören der Austausch stromfressender Pumpen, der sogenannte „hydraulische Abgleich“ und zahlreiche weitere Maßnahmen die zur Verbesserung der Energieeffizienz beitragen. Die Höhe des Zuschusses beträgt 30 Prozent der Nettoinvestition.

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